Geschafft! Neue Spielkarten

Gemeinsam mit der Volkshilfe Flüchtlings- und MigrantInnenbetreuung, Kommunale Integration hat Land der Menschen - angelehnt an das Spiel „Hosn obi“ - ein Kartenspiel entwickelt. Basierend auf den Spielregeln von „Hosn obi“ setzt es sich mit den Themen Migration und Aufenthaltstitel auseinander. Ziel war es, ein leicht spielbares Kartenspiel in frischem Design und mit neuem Spielziel zu präsentieren: den Erwerb eines Aufenthaltstitels. Die komplexe Thematik der unterschiedlichen Arten von Aufenthaltstiteln soll mit Hilfe des Spieles leichter zugänglich gemacht werden. Diese Unterschiede spielen beim Thema Zuwanderung und Integration eine wichtige Rolle, kommen jedoch in der öffentlichen Debatte oft viel zu kurz. Das Spiel kann kostenlos bei Land der Menschen erworben werden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Einreise nach und der Aufenthalt in Österreich

Das Gesetz unterscheidet, ob ausländische Staatsbürger_innen nur kurzzeitig (z.B. zu Besuchszwecken oder für kurzfristige Arbeit) nach Österreich einreisen wollen, oder ob sie längerfristig (z.B. zur längeren Arbeitsaufnahme) in Österreich bleiben wollen. Für den kurzzeitigen Aufenthalt – bis zu 6 Monate – benötigt man ein Visa. Für einen Aufenthalt in Österreich, der länger als sechs Monate dauern soll, benötigen Sie einen Aufenthaltstitel. Staatsangehörige der EU- und EWR-Staaten, sowie der Schweiz benötigen weder Visa oder noch einen Aufenthaltstitel. Sie müssen sich aber nach drei Monaten melden und nachweisen, dass sie ihren Unterhalt selbst decken können und krankenversichert sind. Dann erhalten sie eine Anmeldebescheinigung. (Quelle: www.arbeiterkammer.at, www.bmeia.gv.at)

Was ist ein „Aufenthaltstitel“?

Das ist eine Genehmigung, die einem das Recht zum Aufenthalt in Österreich einräumt. Die Erteilung, Versagung und Entziehung von Aufenthaltstiteln von Fremden, die sich länger als sechs Monate im Bundesgebiet aufhalten oder aufhalten wollen, regelt das Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz (NAG). Aufenthalte bis zu sechs Monate richten sich nach den Bestimmungen des Fremdenpolizeigesetzes (FPG). Quelle: www.tirol.gv.at, www.bmi.gv.at

Was ist der Unterschied zwischen Aufenthalt und Niederlassung?

Je nach Zweck des Aufenthalts wird zwischen Aufenthalts- und Niederlassungsbewilligung unterschieden. Die Aufenthaltsbewilligung betrifft beispielsweise Selbstständige, Betriebsentsandte, Schüler_innen, Studierende, Künstler_innen, etc. Auf eine Niederlassungsbewilligung sucht an, wer in Österreich seinen/ihren Lebensmittelpunkt dauerhaft begründen möchte. Im Bereich der Niederlassungsbewilligungen sind allerdings Quotenregelungen zu beachten. (Quelle: portal.linz.gv.at, www.bmi.gv.at, www.tirol.gv.at)

Welche Aufenthaltstitel gibt es?

  • "Aufenthaltsbewilligung" vorübergehender befristeter Aufenthalt
  • "Rot-Weiß-Rot – Karte" befristete Niederlassung mit beschränktem Arbeitsmarktzugang
  • "Rot-Weiß-Rot – Karte plus" befristete Niederlassung mit unbeschränktem Arbeitsmarktzugang
  • "Blaue Karte EU" befristete Niederlassung mit beschränktem Arbeitsmarktzugang
  • "Niederlassungsbewilligung" befristete Niederlassung mit beschränktem Arbeitsmarktzugang
  • "Niederlassungsbewilligung – ausgenommen Erwerbstätigkeit" befristete Niederlassung ohne Arbeitsmarktzugang
  • "Niederlassungsbewilligung – Angehöriger" befristete Niederlassung ohne Arbeitsmarktzugang
  • "Familienangehöriger" befristete Niederlassung mit unbeschränktem Arbeitsmarktzugang
  • "Daueraufenthalt – EU" unbefristete Niederlassung mit unbeschränktem Arbeitsmarktzugang

(Quelle: www.bmi.gv.at, www.help.gv.at)